Schock-Video aus S-Bahnhof in München: Polizist kniet minutenlang auf Hals eines Mannes

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Montag, 05.07.2021, 09:16

FOCUS Online liegt das Video eines schockierenden Polizeieinsatzes in München vor, der an das Drama um George Floyd in den USA erinnert. Zu sehen ist ein Bundespolizist, der sein Knie minutenlang auf die Halsregion eines 53-jährigen Mannes drückt, der verzweifelt um Luft ringt und mehr als 30 Mal um Hilfe schreit. Auslöser des Einsatzes war eine Fahrkartenkontrolle. Obwohl der Bahnfahrer ein gültiges Ticket hatte, geriet er unter Betrugsverdacht – und verfiel in Panik.

8 Minuten und 49 Sekunden. So lange dauert ein Einsatzvideo, das eine Bundespolizistin mit ihrer Body-Cam aufgenommen hat und das FOCUS Online exklusiv vorliegt. Tatort: der Münchner S-Bahnhof „Isartor“, Gleis 2. Tatzeit: 12. Februar 2020 gegen 19.10 Uhr. Der Film zeigt eine aus dem Ruder gelaufene, in einer Gewaltaktion endende Fahrkartenkontrolle – und wirft viele Fragen auf.

Die Aufnahmen sind schockierend und erinnern an die Festnahme des US-Amerikaners George Floyd, auch wenn die Folgen nicht annähernd vergleichbar sind. Der 46-Jährige war am 25. Mai 2020 in Minneapolis ums Leben gekommen, als ein Polizist sein Knie auf Floyds Hals drückte. Mehrmals flehte Floyd „I can’t breathe. I can’t breathe“ (Ich kann nicht atmen). Schließlich verlor er das Bewusstsein und starb. Ein Video des Vorfalls sorgte weltweit für Aufsehen.Der Ex-Polizeibeamte Derek Chauvin kniet am 25. Mai 2020 in Minneapolis auf dem Hals von George Floyd, der aufgrund des Polizeieinsatzes starb.Darnella Frazier/AP/dpaDer Ex-Polizeibeamte Derek Chauvin kniet am 25. Mai 2020 in Minneapolis auf dem Hals von George Floyd, der aufgrund des Polizeieinsatzes starb.

Kontrolle eskaliert: dramatischer Polizei-Einsatz in München

Auch in München setzte ein Polizist sein Knie minutenlang auf die Halsregion eines Mannes und fixierte ihn so am Boden. Bei dem Überwältigten handelt es sich nach Recherchen von FOCUS Online um Jacques M.*, einen 53 Jahre alten Mann, der in den USA geboren wurde und in Frankreich aufwuchs.  Jacques M. lebt seit mehr als 20 Jahren in München und ist polizeilich noch nie in Erscheinung getreten (* Name aus Schutzgründen von der Redaktion geändert).

Ähnlich wie im Fall George Floyd schnappte der Festgehaltene verzweifelt nach Luft und klagte über gesundheitliche Probleme: „Ich muss erbrechen!“, „Ich erbreche gleich!“ Schreiend, aber vergeblich, forderte er die umstehenden Passanten auf: „Helft mir!“ und „Ich brauche Hilfe!“. Dabei krümmte er sich vor Schmerz („Aaaah“, „Aaaah“, „Aaaah“).