Haushalt 2027: 3,7 Millionen Euro aus der Rücklage, Steuererhöhungen ab 2028

Die Gemeinde Engelskirchen nimmt 3,7 Millionen Euro aus der Ausgleichsrücklage, um den Haushalt 2027 auszugleichen, und zehrt damit einen guten Teil der Reserve auf, die bei rund 12 Millionen Euro liegt. Für 2030 plant die Verwaltung einen Hebesatz bei der Grundsteuer B von 1390 Prozent, also fast das Vierfache des heutigen Satzes.
Was beschlossen werden soll
Kämmerin und Bürgermeister haben den Entwurf am 13. Oktober in den Rat eingebracht. Beraten wird er im Haupt- und Finanzausschuss am 24. November und verabschiedet im Rat am 8. Dezember; bis dahin liegt er zur Einsicht vor.
Was die Zahlen bedeuten
Eine Rücklagenentnahme ist keine Einsparung, sondern eine Verschiebung, denn die Belastung wandert in die Jahre danach und kommt über den Hebesatz zurück. Wer Grundstücke hält, zahlt sie dann, und der Weg von 12 Millionen Reserve auf 1390 Prozent beschreibt genau diese Verschiebung.
Was offen ist
Der Haushaltsentwurf liegt noch nicht im Volltext vor, und die Zahlen stützen sich auf die Berichterstattung. Nach hiesiger Prüfung ist die Bewertung offen, bis das Papier vorliegt und die Ansätze geprüft sind. Erst dann lässt sich sagen, ob die Rücklagenentnahme tragfähig gerechnet ist.
Berührt: Art. 20 Abs. 3, Art. 28 Abs. 2 GG
Stand: Berichterstattung ausgewertet; Haushaltsentwurf noch nicht im Volltext geprüft.